Allgemeine Geschäftsbedingungen TeleAssist

1. Geltungsbereich und Rangfolge

1.1 Diese Geschäftsbedingungen gelten ergänzend zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Magdeburg.online für die Nutzung des TeleAssist (nachfolgend: "Dienst") durch den Kunden. Im Falle von Widersprüchen gehen diese AGB den AGB von Magdeburg.online vor.

1.2 Magdeburg.online erbringt die Leistungen als Reseller. Die technische Leistungserbringung erfolgt durch von eingesetzte Unterauftragnehmer gemäß Ziffer 6.

2. Leistungsbeschreibung und Rollen

2.1 Der Dienst ermöglicht KI-gestützte Sprachinteraktionen im Telefonieumfeld (z. B. Anrufannahme, Dialogführung, Weiterleitung, Protokollierung).

2.2 Magdeburg.online schuldet die Bereitstellung des Dienstes gemäß den vertraglichen Spezifikationen. Der Unterauftragnehmer erbringt hierfür technische Teil- oder Gesamtleistungen.

2.3 Magdeburg.online erledigt für den Einsatz, die Konfiguration und die rechtmäßige Verwendung des Dienstes einschließlich sämtlicher Inhalte und angebundener Systeme für den Kunden. Der Kunde haftet gegenüber Magdeburg.online für unzureichende oder fehlerhafte Informationen, die für eine rechtlich, sichere Inbetriebnahme des Dienstes erforderlich sind.

3. Zulässige Nutzung, Verbote und Pflichten des Kunden

3.1 Rechtswidrige Nutzung: Der Kunde darf den Dienst nicht zu rechtswidrigen Zwecken verwenden und hat alle anwendbaren Gesetze und behördlichen Vorgaben einzuhalten (u. a. Datenschutzrecht, Telekommunikationsrecht, Urheber‑, Marken- und Wettbewerbsrecht). Die tut der Kunde indem er alle dazu notwendigen Informationen an Magdeburg.online weitergibt.

3.2 Kennzeichnung und Transparenz: Magdeburg.online stellt im Auftrag des Kunden sicher, dass Gesprächspartner vor oder zu Beginn der Interaktion klar und verständlich darüber informiert werden, dass sie mit einem KI‑System interagieren. Soweit Aufzeichnungen, Transkriptionen, Analysen oder Auswertungen erfolgen, holt der Magdeburg.online erforderliche Einwilligungen ein bzw. stützt die Verarbeitung auf eine geeignete Rechtsgrundlage und informiert gemäß den gesetzlichen Transparenzpflichten.

3.3 Verbotene und Hochrisiko‑Einsätze: Magdeburg.online wird den Dienst nicht für nach der KI‑Verordnung (KI‑VO/EU) verbotene Praktiken einrichten. Der Einsatz in Anwendungsfällen, die als Hochrisiko‑KI im Sinne der KI‑VO einzustufen sind (z. B. gemäß Art. 6 i. V. m. Anhang III KI‑VO), ist untersagt. Der Kunde hat eigenverantwortlich zu prüfen, dass sein Einsatzbereich nicht als Hochrisiko einzustufen ist; im Zweifel unterlässt er den Einsatz und wird Magdeburg.online nicht mit der Einrichtung beauftragen.

3.4 Urheber- und Nutzungsrechte: Der Kunde wird den Dienst nicht nutzen, um Urheberrechte, verwandte Schutzrechte oder sonstige Schutzrechte Dritter zu verletzen. Er gewährleistet, dass er für sämtliche vom Dienst verarbeiteten Inhalte und Daten (einschließlich Prompts, Gesprächsinhalte, Trainings-/Wissensdaten, Audio/Sprachinhalte) die erforderlichen Rechte und Berechtigungen besitzt und keine unzulässigen Inhalte bereitstellt.

3.5 Datenschutz und Persönlichkeitsrechte: Der Kunde ist Verantwortlicher im datenschutzrechtlichen Sinne für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen seiner Nutzung. Er stellt die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die Erfüllung von Informationspflichten, die Wahrung von Betroffenenrechten, Speicherbegrenzung und Datensicherheit sicher. Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten unterbleibt, sofern keine geeignete Rechtsgrundlage besteht.

3.6 Geschäftsgeheimnisse und Vertraulichkeit: Der Kunde wahrt Geschäftsgeheimnisse sowie sonstige vertrauliche Informationen Dritter und übermittelt diese nur, soweit eine rechtliche Berechtigung besteht. Er trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, um eine unbefugte Kenntnisnahme zu verhindern.

3.7 Missbrauchsverbot: Der Kunde unterlässt jede Nutzung, die den Dienst, Netzwerke oder Dritte beeinträchtigt (z. B. Umgehung von Sicherheitsmechanismen, unzulässiges Monitoring, Manipulation, Spam, Betrug, Identitätstäuschung).

3.8 Besondere Telefonieanforderungen: Soweit nationale oder internationale Vorschriften für Anrufaufzeichnung, -weiterleitung, Number Presentation/CLIP/CLIR, Notrufzugang, Werbeanrufe, Double-Opt‑In oder Branchenspezifika gelten, erfüllt der Kunde diese eigenverantwortlich.

4. Verantwortung des Kunden für Konfiguration, Inhalte und Drittsysteme

4.1 Der Kunde ist allein verantwortlich für:

- die Bereitstellung aller erforderlichen Informationen zur Konfiguration des Dienstes (z. B. Dialogdesign, Prompts, Wissensbasen, Workflows, Schwellenwerte),

- sämtliche durch den Dienst generierten oder verarbeiteten Inhalte,

- die Auswahl, Einbindung, Konfiguration und Sicherheit angebundener Drittsysteme, Schnittstellen und Datenquellen (z. B. CRM, Ticketing, Payment, Kalender, Telefonanlagen), soweit nicht Magdeburg.online für eine oder mehrere dieser Drittsysteme beauftragt ist.

4.2 Der Kunde stellt sicher, dass angebundene Drittsysteme rechtmäßig genutzt werden, die jeweiligen Lizenz‑/Nutzungsbedingungen eingehalten werden und keine schädlichen Inhalte/Daten eingespeist werden. Er hält geeignete Zugriffskontrollen, Rechtekonzepte, Protokollierung und Tests vor.

4.3 Der Kunde überwacht Ergebnisse und Interaktionen des Dienstes, implementiert angemessene Kontroll- und Eskalationsmechanismen (z. B. Übergabe an menschliche Agenten) sowie Qualitätssicherungsprozesse.

5. KI‑Ausgaben; keine Mangelhaftigkeit bei inhaltlichen Abweichungen

5.1 KI‑generierte Inhalte können unzutreffend, unvollständig, mehrdeutig, kontextfremd oder zeitlich veraltet sein. Der Kunde bleibt für die Bewertung und Verwendung der Ausgaben verantwortlich.

5.2 Rein inhaltliche Abweichungen oder Fehler von KI‑Ausgaben (einschließlich sogenannter "Halluzinationen") stellen für sich genommen keinen technischen Mangel der Leistung dar.

5.3 Gewährleistungs- und Haftungsansprüche wegen technischer Störungen richten sich nach den vertraglichen Haftungsregelungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Weitergehende Ansprüche wegen inhaltlicher KI-Abweichungen sind ausgeschlossen, soweit nicht zwingendes Recht entgegensteht.

6. Einsatz von technischen Unterauftragnehmern

Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass Magdeburg.online technische Unterauftragnehmer zur Erbringung des Dienstes einsetzt. Der Unterauftragnehmer kann zur Leistungserbringung wiederum geeignete Subunternehmer einsetzen, sofern die gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen eingehalten werden.

7. Compliance, Audits und Nachweise

7.1 Der Kunde führt angemessene Risikoanalysen für seinen konkreten Einsatz durch, dokumentiert die Einhaltung der Kennzeichnungs‑, Informations‑ und Einwilligungspflichten und hält entsprechende Nachweise vor.

7.2 Auf begründete Anfrage weist der Kunde die Einhaltung der Pflichten aus diesen AGB nach.

8. Sperrung, Kündigung und Freistellung

8.1 Bei Verstößen gegen diese AGB oder begründetem Verdacht hierauf dürfen Magdeburg.online und/oder Unterauftragnehmer Leistungen ganz oder teilweise vorläufig sperren, soweit erforderlich, um Rechtsverletzungen oder Risiken abzuwenden. Der Kunde wird hierüber informiert, sofern dadurch keine behördlichen Ermittlungen gefährdet werden.

8.2 Magdeburg.online ist zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, wenn der Kunde trotz Abmahnung fortgesetzt oder schwerwiegend gegen diese AGB verstößt oder wenn der Einsatz des Dienstes aufgrund gesetzlicher/behördlicher Vorgaben unzumutbar wird.

8.3 Der Kunde stellt Magdeburg.online von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechts- oder vertragswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunde resultieren, einschließlich angemessener Rechtsverfolgungskosten.

9. Sonstiges

9.1 Änderungen gesetzlicher oder regulatorischer Anforderungen (insbesondere der KI‑VO) können eine Anpassung des Dienstes oder dieser AGB erforderlich machen. Magdeburg.online wird den Kunden hierüber informieren; dem Kunden stehen insoweit die vertraglich vorgesehenen Rechte zu.

9.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Stand: 01/2026